M-Days bieten Bühne für Start-Ups und Applikationen

picture-11 MobileMonday DemoNight@M-days

Bei der MobileMonday DemoNight@M-days, einer gemeinsamen Veranstaltung der M-Days und von MobileMonday München am Donnerstag, den 28.1., hatten die Vertreter von 7 vom Veranstalter (aus 23 eingereichten Bewerbungen) vorausgewählten Unternehmen Gelegenheit, ihre Applikationen bzw. Geschäftsmodelle in 6-Minuten Live-Präsentationen auf der Messe-Bühne vorzustellen. Der Sieger wurde dabei vom Publikum durch die Intensität des Applaus gekürt.

Präsentiert haben:

-                    SmartRunner
o            Das macht SmartRunner: SmartRunner ist eine Geotracking-Applikation, mit der jede Art von Sport- oder Freizeit Outdoor-Aktivität mit Hilfe des GPS-fähigen Mobiltelefons „getrackt“, d.h. aufgezeichnet und ausgewertet werden kann. Anschließend können die Strecken auf der Website hochgeladen und von anderen Usern angesehen werden.
Die aufgezeichneten Sportarten reichen von Jogging oder Nordic Walking über Segeln bis zu Bewegungen mit motorisierten Geräten. Gegründet im Oktober 2009 ist SmartRunner mit 60.000 „getrackten“ Routen im offenen beta-Test bereits heute Deutschlands größte Sport Track Sharing Site. Das Business Model ist ein „Freemium“-Modell mit einer kostenlosen Basisversion und kostenpflichtigen Zusatzfeatures. SmartRunner deckt alle wesentlichen Smarphone-Plattformen ab.  Zusätzlich kann im Online-Shop auch Sport- und Freizeitequipment von Partnerunternehmen bestellt werden.
o            So denken wir darüber: Ein überzeugendes Geschäftsmodell, das nicht nur dazu dient, die eigenen persönlichen Leistungen zu dokumentieren und auszuwerten, sondern mit der Verfügbarmachung der Strecken im Internet auch Community-Funktionen anbietet. Allerdings ist die Website, insbesondere unter dem Aspekt der Bewertung von Strecken durch andere User, noch ausbaubar.

-                    United Maps
o            Das macht United Maps: United Maps bietet „hyperlokale“ Karten für ganz Deutschland mit einem extrem hohen Detailgrad wie Sichtbarkeit von Gebäuden, öffentliche Verkehrsmittel, Fußgängerwege, etc. für neuartige Navigationsservices für den Fußgänger, Fahrradfahrer, etc. Die App ist für den B2B-Markt konzipiert; eine Map für Hamburg würde €6,99 kosten.
o            So denken wir darüber: Die für den B2B-Markt bestimmte Software mit detailreichen Informationen, individuellen Points of Interest (POI) und integrierter Kompatibilität mit anderen Programmen mit professionellen Karten von Navteq oder Tele Atlas garantiert eine passgerechte Orientierung für Unternehmen und Behörden. Allerdings hat United Maps bislang noch keine API, die es ihr ermöglichen würde, die Software in andere Anwendungen zu integrieren. Bliebe noch das Reselling an Navteq und Co für deren überarbeiteten Service.

-                    Coupies
o            Das macht Coupies: Coupies ist eine mobile Plattform für Coupons (dt: „Rabattmarken“) lokaler Gewerbetreibender und ist bisher für iPhone, Android und Windows Mobile verfügbar. Nach Registrierung auf der Website lassen sich mit Hilfe einer Karte oder durch Auswahlkriterien/Filter mit dem Handy Händler lokalisieren, die zum Zeitpunkt der Suche Rabatte anbieten. Der Coupon ist entweder als Code gespeichert, den man im Handel vorzeigt, oder wird als Barcode der reduzierten Ware eingescannt. Das Business Model ist ein von den partizipierenden Unternehmen gesponserter Service zur Kundenakquise und –bindung. Bisher auf Köln, Bonn und Umgebung begrenzt.
o            So denken wir darüber: Mobile Couponing gewinnt in Deutschland erst langsam aber sicher an Bedeutung. Ob allerdings Coupons alleine als App-Inhalt ausreichen in einer Zeit, in der auch viele Anbieter mit „rich content apps“ auf den Coupon-Zug aufspringen bleibt abzuwarten.

-                    caribo
o            Das macht caribo: caribo bietet eine mobile Suche nach Mitfahrgelegenheiten für private Fahrer sowie gewerbliche Unternehmen an. Nach Registrierung auf der Website kann man nach Mitfahrern suchen, wobei es möglich ist, sowohl geplante, in ferner Zukunft liegende Mitfahrgelegenheiten als auch Ad hoc-Fahrten zu via Umkreissuche zu finden. Hierbei werden Fahrtstrecke und Location abgeglichen. Taxiunternehmen, Städte und Gemeinden, Campusbetreiber und ÖPNV-Unternehmen können caribo in ihr Verkehrskonzept oder in ihr Internetportal integrieren. Registrierung und Mitgliedschaft bei caribo sind kostenlos; bei der Vermittlung von Fahrten fallen Gebühren an, wobei verschiedene Pricing-Modelle angeboten werden.
o            So denken wir darüber: Ein erfolgsversprechender Dienst, der sowohl regelmäßigen Pendlern und Vielfahrern als auch spontanen Reisenden und Zuspätkommenden eine Möglichkeit eröffnet, private und gewerbliche Mitfahrgelegenheiten zu finden. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor wird sein wie schnell caribo die kritische Masse erreicht, ohne die der Dienst nicht funktioniert. Hierzu wurden keine Informationen gegeben.

-                    Aloqa
o            Das macht Aloqa: Aloqa aus München bietet seinen Benutzern personalisierte „Channels“ auf der Oberfläche des Smartphones, mit denen sie Orte und favorisierte Events in ihrer Nähe finden können. Auch freie Restaurantplätze und die laufenden Blockbuster in den Kinos in nächster Nähe werden angezeigt.  Dazu kommt eine Buzz-Funktion in Kooperation mit Facebook, mit deren Hilfe sich Freunde und Bekannte aus der Social Networking-Plattform, falls sie in der Nähe sind, finden lassen. Das Business Model ist ein „Freemium“-Modell mit einer kostenlosen Basisversion und kostenpflichtigen Zusatzfeatures.
o            So denken wir darüber: Ein praktisches Hilfsgerät für Vielreisende, die durch Angabe ihrer Präferenzen eine schnelle Lokalisierung passender Locations und Ereignisse vornehmen können. Eine „Umbrella“-App, die leicht zu konfigurieren und bedienen ist.

-                    appstory.tv
o        Das macht appstory.tv: appstory.tv. ist eine Plattform zur Bewertung von apps für Smartphones. Auf der Website wird die Möglichkeit geboten, sehr gute bis sehr schlechte Apps vorzustellen und zu bewerten. Eine Plattform, die es auch Entwicklern erlaubt, ihre Apps zu präsentieren und einem breiten Publikum bekannt zu machen. Bannerwerbung und Content Selling auf der Website garantieren die Finanzierung.
o        So denken wir darüber: Appstory.tv. ist eine Plattform zur Bewertung von Apps für Smartphones. Auf der Website wird die Möglichkeit geboten, sehr gute bis sehr schlechte Apps vorzustellen und zu bewerten. Entwicklern wird dadurch erlaubt, ihre Apps zu präsentieren und einem breiten Publikum bekannt zu machen, Bannerwerbung und Content Selling sollen Erlöse bringen.

Gewinner: trottr
o            Das macht trottr: trottr bietet seinen Benutzern die Möglichkeit, eine Sprachnachricht aufzunehmen und diese Micro-Podcasts anschließend an Freunde zu verschicken oder auf die persönliche Twittertimeline bzw. auf die trottr-Website hochzuladen.
o            So denken wir darüber: Ein praktisches Hilfsgerät, wenn man eine Audiodatei zeitgleich an mehrere Bekannte verschicken will. Hat allerdings bis dato leider keine Voice-to-Text-Funktion. Das Geschäftsmodell ist uns allderdings nicht klar: wie will trottr Geld verdienen?

Am Freitag den 29.1. haben dann weitere Unternehmen im Rahmen der MobileMonday DemoNight@M-days präsentiert.

-                    Flirtomatic
o            Das macht Flirtomatic: Das macht Flirtomatic: Flirtomatic aus UK bietet seinen mobilen Flirtdienst zum Chatten, Nachrichten hinterlassen und Bewerten jetzt auch verstärkt in Deutschland an. Die Suche nach „Dates“ kann nach Wohnort oder nach größter Übereinstimmung erfolgen. Das Business Model ist ein „Freemium“-Modell mit einer kostenlosen Basisversion und kostenpflichtigen Zusatzfeatures, wie z.B. einer lokalen Suche, dem Verschicken einer Flirt-Bombe, mit der man Flirtsprüche an mehrere Personen gleichzeitig senden kann, oder einer Flirt-Auktion, deren Ziel es ist, noch mehr Aufmerksamkeit von den anderen Usern zu bekommen.
o            So denken wir darüber: Ein Flirtdienst der und witzige Features verbunden mit guter Usability bietet. Hat allerdings inzwischen eine Vielzahl von Wettbewerbern mit ähnlicher Funktionalität.

-                    Yoose
o            Das macht Yoose: Yoose bietet eine Plattform für Coupons örtlicher Gewerbetreibender, ein Dialogmarketingtool mit der Möglichkeit, seine Interessen anzugeben und somit personalisierte Couponeinblendungen zu empfangen.
o            So denken wir darüber: Die Integration dieses Couponing-Technologie Ansatzes in eigene Apps sowie Apps und Mobile Seiten anderer Anbieter verspricht einen lukrativen B2B-Ansatz.

-                    7P
o            Das macht 7P: SEVEN PRINCIPLES bietet ein Gesamtpaket an mobilen Lösungen für Unternehmen an: Von mobilen Datenbanken oder Location Based Services bis CRM und Service Tools wird den Kunden eine kompakte Versorgung an mobilen Services angeboten, wozu auch Mobile Marketing, Mobile Advertising als auch Themen wie Mobile TV, Mobile Device Management und Mobile Support gehören. Zu den Kunden gehören neben Arcor und der Deutschen Post auch Haribo, für das 7 P eine Charity-App entwickelt hat.
o            So denken wir darüber: Ein Gesamtpaket für Unternehmen, dass darauf abzielt, den wesentlichen Anteil des Datentransfers mobil  zu machen und somit zu beschleunigen. Die speziell an die Kunden angepassten Apps sind ein besonderes Feature im Mobile Marketing.

-                    Aloqa (s.o.)

-                    itsmy
o            Das macht itsmy: Itsmy ist ein Kommunikations-, Networking- und Entertainmentservice, der seinen Mitgliedern die Möglichkeit, persönliche Profile hochzuladen und die von anderen Mitgliedern eingestellten Inhalte und Blogs einzusehen. Itsmy blendet Werbung von Itsmy und Werbepartnern ein und setzt Cookies, womit der Server die angeklickten Werbeinformationen auswertet, um personalisierte Werbung einzusetzen. Stärkste Wachstumsmärkte nach den USA und Großbritannien ist für das mobile Social Networking Portal aus München das europäische Festland, hier speziell Italien und Portugal, sowie außerhalb Europas Indien und Südamerika.
o            So denken wir darüber: Ein mobiles Äquivalent zu myspace, das auf seiner Website allerdings wenig Informationen über Funktionsweise und Graphik gibt – am Anfang verzichtete man sogar ganz auf eine Online Site, da man keine Notwendigkeit sah, das traditionelle Internet mit einem neuen Medium wie der rein mobilen Community zu vermischen.

-                    Golden Gekko
o            Das macht Golden Gekko: Golden Gekko entwickelt Marketing Applications and Widgets für Unternehmen in Europa und Nordamerika. Neben perfekt auf die Unternehmen zugeschnittenen Applikationen, wie z.B. den „Breathalyzer“ für Heineken Beer, bietet Golden Gekko auch das Tino Mobile App Studio, mit dessen Hilfe Unternehmen ihre eigene App kreieren können.
o            So denken wir darüber: In unseren Augen eine Agentur mit projektbasiertem Geschäftsmodell und einigen Ideen für einen skalierendes Geschäftsmodell. Das Mobile App Studio ist in unseren Augen ein interessanter Ansatz. Wie es genau funktioniert wurde uns allerdings nicht klar.

-                    aka aki
o            Das macht aka aki: aka aki ist eine Social Networking App, mit deren Hilfe man ein eigenes Profil anlegen und bekannte und unbekannte Personen lokalisieren und kontaktieren kann. Nach der Registrierung auf der Website kann man sich mit anderen Usern austauschen; auch gibt es in regelmäßigen Abständen Gewinnspiele, bei denen man z.B. mp3-Downloads gewinnen kann. Finanziert wir das Unternehmen durch Sponsoring, indem es verschiedenen Firmen als mobiles Marketing-Tool für ausgewählte Werbekampagnen zur Verfügung gestellt wird.
o            So denken wir darüber: Graphisch etwas eintönig, bietet aka aki seinen Nutzern ein modernes mobiles Social Networking Tool und gibt ihnen die Möglichkeit, bekannte und unbekannte Nutzer in der Nähe zu kontaktieren. Platzhirsch in Deutschland unter den mobile social networks, international einer von vielen.

-                    GEOVoucher
o            Das macht GEOVoucher: Cupoco, der Couponservice von Geovoucher, bietet die Möglichkeit, die Bonuspunkte zu sammeln oder sie an Freunde weiterzugeben. Für partizipierende Unternehmen bietet es darüber hinaus noch die Möglichkeit, mit Hilfe eines “Armaturenbrettes” die Werbekampagnen in Echtzeit zu katalogisieren und somit den Erfolg der laufenden Kampagne nachzuverfolgen und angemessen zu reagieren.
o            So denken wir darüber: Gutes Servicemodell für Unternehmenskunden. Ob Coupons alleine den Konsumenten locken ohne Kombination mit weiterem Mehrwertinhalt bleibt abzuwarten.

-                    Skobbler
o            Das macht Skobbler: Skobbler bietet eine mobile Navigation für Autofahrer und Fußgänger mit verschiedenen Kartenansichtsoptionen und Möglichkeiten, die POI datailliert anzeigen zu lassen. Neben einer bewerteten Ergebnisliste bietet es auch eine Umkreissuche und detaillierte Ortsinformationen. Es deckt Deutschland, Österreich, Liechtenstein und die Schweiz ab und hat einen Fußgänger-Modus im Umkreis von 5 Kilometern. Die Navigationssoftware kann für ehemals 8,00, neuerdings und für kurze Zeit für 4,99 Euro heruntergeladen werden, zusätzliche Features kosten extra.
o            So denken wir darüber: Ein Navigationssystem für den B2C-Markt. Besondere Features: während der Fahrt kann auch Musik wiedergegeben werden. Enges Wettbewerbsumfeld in unseren Augen.

About admin

GoMo News Blender 28th February Mobile World Congress
This article was published in Conferences, Mobile applications, mobile news and tagged , , , , , . Bookmark the permalink.

2 Responses to M-Days bieten Bühne für Start-Ups und Applikationen

  1. Pingback: web ‘n’ mobile Blog » Blog Archive » M-Days: App vs. Web - Wer wird die Nase vorne haben?

  2. Pingback: Interesting article about YOOSE « YOOSE – mobile coupons

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>